war, uns anderen Aspekten der Übungspraxis zuzuwenden, die von der Lebensweise im Wald abgeleitet sind und die wiederum zu weiteren Aspekten führten. Ich hoffe daher, dass der Leser mir vergeben wird, wenn ich einige der Themen außer der Reihe abhandelte. Ich musste dies aber aus den oben genannten Gründen tun.
Mehr über Training und Disziplin
Nunmehr fahren wir mit den verschiedenen Formen des Trainings und der Disziplinierung fort, die von den Bhikkhus angewandt werden. Wenn sie eine Trainingsmethode aufnehmen und merken, dass diese ihnen zu größerer geistiger Stärke verhilft als andere Methoden, dann konzentrieren sie sich, ohne
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nachzulassen oder aufzugeben, von diesem Zeitpunkt an auf diese, bis sie ganz sicher sind, dass das citta keinen Widerstand und keine eigensinnige Widerspenstigkeit dieser Methode gegenüber mehr zeigt. Wenn sie also solche Gegenden, wie sie zuvor beschrieben wurden, aufsuchen, um dort zu verweilen, und sich dort ganz normal wie auch anderswo fühlen, dann haben sie den Punkt erreicht, an dem sie diese Form der Disziplinierung beenden und ihre Übungspraktiken in den üblichen Formen weiterführen können.
Wenn sie es schon geschafft haben, das citta zu üben und zu disziplinieren, dann muss das Ergebnis wie vorher beschrieben sein. Das bedeutet, dass es für sie, wo immer sie sich aufhalten, befriedigend ist und sie sich nicht auf vielfältige Weise, wie zum Beispiel durch die Angst vor Tigern oder Geistern, beunruhigen lassen. Sie werden es aber auch dann, wenn sie sich einmal diszipliniert haben und das citta keine Angst mehr zeigt, wie es zuvor gewöhnlich der Fall war, im Allgemeinen vorziehen, ständig in solchen Gegenden als ihrem üblichen Aufenthaltsort zu verweilen, sobald sie merken, dass sie einen zufriedenen Geist haben, wenn sie in solchen Gegenden bleiben.
Hierin unterscheiden sie sich nicht wesentlich von den Vorgehensweisen der Savakas134 zu Lebzeiten des Erhabenen Buddha, die es vorzogen, so zu leben, wie es ihren natürlichen Neigungen entsprach. Deshalb wollten sie lieber in den Wäldern oder Bergen leben und für den Rest ihres Lebens dort bleiben. Beispielsweise der Ehrwürdige Annakondanna, der die Wälder und Berge erst, als die Zeit seines Todes (Nibbana) gekommen war,135 verließ, um den Erhabenen Buddha aufzusuchen und ihm seine letzte Ehrerbietung zu erweisen, bevor er ins Nibbana einging. Keiner der jüngeren Bhikkhus oder Samaneras, die sich beim Erhabenen aufhielten, hatte ihn, der seine Robe mit roter Erde gefärbt hatte, weil es in den tiefen Wäldern und Dschungels kein Dunkelbraun oder Gelb vom Brotfruchtbaum gab, je zuvor gesehen. So wussten sie nicht, wofür sie ihn halten sollten, und dachten, er sei ein alter Wandermönch -„und wo hatte er seine Robe herbekommen?“. Sie gingen daher mit diesen Gedanken zum Erhabenen und fragten: „Erhabener, bitte vergib uns, dass wir dich belästigen, aber wir möchten wissen, woher dieser alte Wandermönch in seiner Furcht erregend gefärbten Robe kommt. Seine Roben sind rot, als wären sie mit Blut oder etwas anderem, was wir nicht kennen, gefärbt worden?“
Der Erhabene erkannte die falsche Einstellung dieser jungen Bhikkhus und Samaneras, die derartige Zweifel hegten und diesen Maha Thera136 nicht achteten, und entgegnete ihnen sofort: „Dies ist der
134 Die direkten Schüler des Erhabenen Buddhas, die die Arahantschaft (Erleuchtung) verwirklicht haben
135
-Aus weltlicher Sicht gibt es allgemein zwei Aspekte der Erleuchtung: „Sa-upadisesa-nibbana“ und „anupadisesa-nibbana“. Ersteres bezieht sich auf einen noch lebenden Arahant und bedeutet Nibbana (Ausgelöschtsein) in Bezug auf das citta. Es ist rein und ohne avijja. Der Körper, die 5 khandhas jedoch existieren und funktionieren noch wie früher. Letzteres bezieht sich jedoch auf „Nibbana ohne Rest des Seins“ und meint einen Arahant nach seinem Tode. 136 Als Thera wird ein ältere Mönch (ab 20 Mönchsjahren) bezeichnet. Maha bedeutet der Grosse der Obere, das Haupt
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Ehrwürdige Annakondanna, euer aller älterer Bruder und der erste der Savakas des Tathagata, der Dhamma erlangt hat. Ihr müsst euch eures älteren Bruders erinnern und von jetzt an stets an ihn denken, denn der Ehrwürdige Annakondanna ist ein Arahant seit den Anfängen der Sasana des Tathagata. Er hat sich stets in rechter Weise verhalten und samici kamma geübt und gewohnheitsmäßig in den Wäldern und Bergen gelebt, weil er Menschenmassen mit ihren Verwicklungen und ihrem Wirrwarr nicht mag. Jetzt aber ist sein Körper alt und in einem Zustand, der nicht mehr durch Medizin kuriert werden kann. Folglich hat er die Wälder verlassen und ist gekommen, um den Tathagata aufzusuchen und ihm seine letzte Ehrerbietung zu erweisen, denn in Kürze wird er in das Nibbana eingehen. Es ist selten, einen der „Söhne“ des Tathagata zu treffen, der eine solche Vorliebe für das Leben in den Wäldern und Bergen hat wie der Ehrwürdige Annakondanna. Ihr solltet euch daher gut merken, dass der Bhikkhu, der gerade eben den Tathagata verlassen hat, der Ehrwürdige Annakondanna ist, der erste und älteste Sohn des Tathagata und euer aller Rangältester und nicht der alte Wandermönch, wie ihr alle gedacht habt.“
Sobald der Erhabene Buddha seine Erläuterungen über den Ehrwürdigen Annakondanna beendet hatte, tat es den jungen Bhikkhus und Samaneras Leid und sie erkannten ihr Fehlverhalten, über ihn zum Sasada, ohne die Situation wohl überdacht zu haben, unangemessen gesprochen zu haben. Gleichzeitig entwickelten sie großes Vertrauen und tiefe Achtung gegenüber dem Ehrwürdigen Annakondanna und bedauerten, dass er von ihnen gegangen war, bevor sie von ihrem Großen Lehrer über ihn erfahren hatten.
Hinsichtlich der Vorliebe der Bhikkhus, in den Wäldern und Bergen zu leben, erinnert der obige Bericht stark an jene Bhikkhus, die sich in der Nachfolge der Lehre des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann übten. Der wesentliche Unterschied ist, dass der Ehrwürdige Annakondanna ein Arahant war, der allen Buddhisten bekannt ist. Was jedoch die Anhänger des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann bis zum heutigen Tage betrifft, welche Art von Bhikkhus sie auch sein mögen, so kann ich nicht sagen, ob sie so sind, wie der Ehrwürdige Annakondanna war, oder lediglich puthujjanas137 sind. Daher sage ich nur, was ich sagen kann.
Jene Bhikkhus, die entschlossen sind, sich durch das Leben in den Wäldern und Bergen und mittels verringerter Nahrungsaufnahme zu üben und zu disziplinieren, essen ständig weniger als die übliche Menge. Wenn ich sage, dass sie ihre Nahrungsaufnahme verringern, meine ich, dass sie wenig essen. Sie essen nicht, was der Körper verlangt, und sie essen auch nicht, was tanha138 diktiert, die sie gelegentlich befallen mag. Sie essen vielleicht 70% oder 60% oder gar nur 40% des normal Üblichen, bis sie herausgefunden haben, was ihnen angemessen ist. Unter bestimmten Umständen erhöhen sie möglicherweise ihre
137 gewöhnliche Menschen, (Weltlinge) die noch keine der vier (edlen) Stufen, die zum Nibbana (Ausgelöschtsein) führen,erreicht haben.138 Begierde
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Nahrungsaufnahme, um sie danach wieder zu verringern. Sie versuchen jedoch die ganze Zeit, eine Diät einzuhalten, und sehen es möglicherweise als eine Übungspraxis an, die mit all den anderen Praktiken Hand in Hand geht, die sie lange Zeiträume hindurch ausführen -einen, zwei oder viele Monate lang, wie es für ihre Übung des citta bhavana139 und wie es dem physischen Zustand des Körpers angemessen ist, ohne zu weit zu gehen, sodass sie krank oder durch Hunger geschwächt werden. Sie versuchen daher, ihre Anstrengungen zu unterstützen und zu fördern, bis der Körper abträgliche Reaktionen zeigt oder bis sich ihr citta in einem solchen Maße gestärkt hat, dass es die Hilfe durch diese Methode der Übung und Disziplinierung nicht mehr benötigt. In diesem Stadium können sie ruhig und stetig fortfahren und sind möglicherweise in der Lage, ihre Diät aufzugeben. Dies hängt jedoch vom Einzelfall ab und ist keine feste Regel.
Soweit wir wissen, haben alle Bhikkhus, die Geistesstärke durch eine bestimmte Methode erreicht haben, diese beibehalten und es ist nicht wahrscheinlich, daß ihr citta „rückfällig" wurde. Denn, welche Geistesstärke sie auch erreicht haben mögen, sie haben die ganze Zeit, während derer sie die Methode anwandten, allgemein besondere Techniken und Fertigkeiten entwickelt und es scheint, als würden sie ihren Wert erkennen und diese Methode stets mit tief empfundener Wertschätzung achten. Betrachtet man diese Methode, wie man einen Menschen sieht, so würde man sagen, dass man seinen Wert und seine Tugend schätzt, die von sehr großem Wert für einen selbst sind. Oder anders, sieht man es im Sinne des Dhamma, so würde man den Wert des Dhamma erkennen, der für einen selbst so wertvoll ist, wie zum Beispiel der Erhabene Buddha, der sich in Ehrerbietung dem Dhamma beugte.