diese besonders, und zwar entweder am Anfang seiner Rede, gewissermaßen als Einstimmung, oder am Ende seiner Darlegung als Zusammenfassung. So befanden sich seine Anweisungen im Einklang mit seiner Einsiedelei und seiner Vorliebe für die Wälder und Berge als seiner Heimstatt.
Der Inhalt der Dhamma-Unterweisungen des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann wich niemals von der Befolgung der dhutangas ab. Nachdem er eine Führung durch diese angenehmen Orte in den Bergen, Wäldern, Höhlen und Felsvorsprüngen vollzogen hatte, belehrte er die Bhikkhus im Zusammenhang mit den verschiedensten Dhamma Lektionen über das richtige Verhalten, wenn man zum pindapata61 das Dorf betrat. Zum Beispiel, wie man die Robe richtig anlegt und wie man sich zurückhaltend benimmt, während man Almosen empfängt.
Sie sollten nicht dahin und dorthin schauen wie geistesabwesende Personen, sondern den Blick absenken, sich ruhig, friedvoll und bescheiden verhalten und, während sie ins Dorf gingen und wieder zurückkehrten. bei jedem Schritt vollkommene sati bewahren. Gleichzeitig sollten sie sich weiter mit dem speziellen dhamma beschäftigen, das sie auch schon vorher untersucht hatten.
Die Dhutanga-Bhikkhus in der Tradition des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann betrachteten pindapata als ihre wichtigste Pflicht und hielten diese ohne Wenn und Aber strikt ein, ausgenommen, sie aßen nicht, denn dann brauchten sie nicht zu gehen. Sie wurden angewiesen, während des Almosengangs, sowohl auf dem Hinweg als auch während der Rückkehr zu ihrem Aufenthaltsort, ebenso bei der Anordnung des Essens in ihren Schalen und schließlich beim Essen mit der Hand selbst, unbeirrt ihre inneren Anstrengungen fortzusetzen.
Vor dem Essen sollten sie gründlich und wohl überlegt die Nahrung, die sie zu sich nehmen wollten, untersuchen (wie zum Beispiel paccavekkhana62 – patisankhayoniso63), geleitet von der Weisheit und Achtsamkeit jedes Einzelnen, mindestens eine Minute lang. Danach konnten sie bescheiden und zurückhaltend mit dem Essen beginnen, erfüllt von sati an ihrer Seite und auf ihrer Schale. Sie sollten die Reaktionen des Geistes auf das Essen in ihrer Schale, Essen verschiedener Farben und Formen, beobachten, ebenso wie die maya64 des Geistes, die sich auf verschiedene Art zeigt, während man das Essen verspeist, im Auge halten. Sati-panna muss ausgerichtet werden und muss beides, den unnatürlichen Hunger, der von tanha erzeugt wird (d.h. feurige Augen und einAffenherz) und auch die Tricks des Geistes erkennen, die unter Umständen Überdruss und Ekel vor dem Essen erzeugen, das da so durcheinander gemischt wurde und dabei die verschiedenen Geschmacksrichtungen vermengt und verändert hat, wodurch es offenbar unappetitlich wirkt. Dies wiederum entspricht der Art von tugendhaften Menschen, die den Scharfsinn und die Reinheit des Geistes kultivieren wollen.
Die Mittel für die Untersuchungen hängen hauptsächlich von der persönlichen Geschicklichkeit des Einzelnen ab, entweder mit Hilfe von patikula65, der dhatu66, oder auf andere
6 Almosengang
6
6
Weise Betrachtung der Almosenspeise, siehe Glossar
6
Täuschung, Illusion 6 Abscheu, Ekel
6
Elemente
Weise die kilesas, tanha und die Verblendung zu vermindern und auszurotten. All dies sind richtige und angemessene Weisen der Nahrungsaufnahme für die Einzelnen, deren Geschicklichkeit unterschiedlich entwickelt ist. Während man isst, soll man sati, die Basis jeglicher Anstrengung, besitzen, um die Reaktionen des citta, wenn das Essen mit den Geschmacksknospen in Berührung kommt, oder das dhatu khandha67 , während man kaut und hinunterschluckt, beobachten zu können.
Man sollte dem citta nicht erlauben, besessen und leidenschaftlich zu sein, indem man den Geschmäckern der verschiedenen Arten von Speisen nachgibt, denn dies wäre ein Zeichen dafür, dass man seinen sonst üblichen Standard des Benehmens vergisst. Es gibt den ganz natürlichen Hunger, der im dhatu khandha aufgrund von Mangelerscheinungen entsteht und welcher der Ernährung bedarf, und es gibt den Hunger, der dem Befehl von tanha und der Leidenschaften des Geistes folgt. Der erstere ist ganz natürlich und widerfährt jedem, selbst einem Arahant. Man muss jedoch auf der Hut sein bei der zweiten Art des Hungers und diesen überwinden, denn es ist die Leidenschaft, von tanha68 beeinflusst, die überschäumt wie eine Sturzflut, ohne jemals zur Befriedigung zu gelangen. Wenn man nicht darauf achtet und es auf sich beruhen lässt, dann wird es einen in den Ruin treiben.
Der Praktizierende muss immer, wenn er Nahrung zu sich nimmt, sati-panna griffbereit im Geiste halten, denn dies wird ihn an das Erforschen gewöhnen und ihn somit beschützen und verteidigen, während er steht, geht, sitzt, sich niederlegt und isst, und ebenfalls bei der Ausübung seiner verschiedenen Pflichten (wie zum Beispiel das Fegen), die angemessene von einem Bhikkhu zu verrichtende Arbeiten sind. Wenn man dem Geist erlaubt, ohne sati-panna, die Basis jedweder Anstrengung, zu sein, dann wird die Ausübung einer jeglichen Tätigkeit so sinnlos, wie die Arbeit eines Hampelmanns, ohne dass man sich bewusst wäre, dass dem so ist.
Nachdem man gegessen hat, soll man seine Schale auswaschen, sie abtrocknen und danach, falls es sonnig ist, für eine kurze Zeit in die Sonne stellen, bevor man sie wegräumt. Dann fährt man fort mit seiner Beschäftigung, wie cankama gehen oder in samadhi sitzen, oder eine Arbeit erledigen. Nach dem Mahl ist es wahrscheinlich eher angebracht, cankama zu gehen als in samadhi zu sitzen, da es, um Schläfrigkeit zu überwinden, die effektivere Methode ist, sein Training fortzusetzen. Aber an Tagen, an denen man fastet, wird man, zu welcher Zeit man auch praktiziert, weder vor sich hin dösen noch von Schläfrigkeit übermannt werden. Dann kann man sein Training in jeder Körperhaltung mit Leichtigkeit ausüben.
Deshalb wird jemand, der dem Fasten zuneigt, immer gern fasten und dabei die Perioden, von wenigen Tagen bis auf mehrere Wochen steigern; zum Beispiel wird er damit beginnen, 2 -3 Tage keine Nahrung und nur Wasser zu sich zu nehmen, es dann auf 4-5 Tage, 5-6, 9-10, 14-15, oder 19-20 Tage steigern und in einigen Fällen auf einen ganzen Monat ausdehnen. Hat man einige Tage gefastet, kann man, um körperliche Schwächen zu überwinden, vielleicht an einigen Tagen ein Milchgetränk oder einen stimulierenden Nahrungstrunk zu sich nehmen, natürlich nicht täglich, sondern nur an den Tagen, an denen man sich wirklich sehr erschöpft fühlt.
Aber zur Zeit des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann waren Milch, Zucker, Kakao, Kaffeeoder Ähnliches kein Thema, denn selbst wenn man sich gewünscht hätte, ein Photo von diesen Dingen zu machen, um sie, wenn man hungrig würde, wenigstens ansehen zu können, wenn man sie auch nicht hätte zu sich nehmen können, so wäre selbst dies nicht möglich gewesen. Das ist heutzutage, wo alles sehr luxuriös, verschwenderisch und reichhaltig vorhanden ist, anders als zu den damaligen mageren und kärglichen Zeiten anders,
Vielleicht empfinden es aus diesem Grunde heutige Dhutanga Kammatthana Bhikkhus als
67 Körperelemente 68 Begehren, Verlangen
sehr schwierig, in ihrer Praxis von bhavana dem Beispiel des Ehrwürdigen Lehrmeisters Mann zu folgen, und beklagen sich überall, dass es wirklich schrecklich sei, weil das citta nicht einspitzig und ruhig werde. Aber wirklich, wie könnte es denn auch ruhig werden? Wenn morgens auf dem pindapata -dem Autor möge vergeben werden, wenn er hier die Wahrheit schreibt -die Almosenschale bis zum Rande mit Essen und Leckereien voll gepackt ist und man manchmal sogar noch die extra Speisen, in Behältern verpackt, in der Hand schleppen muß?! Kommt man dann beim sala69 an, erwarten einen noch mehr Speisen von vertrauensvollen Anhängern, die sich punna-kusala70 erwerben wollen. Diese Anhänger kommen von nah und fern, von den verschiedensten Orten und aus allen Richtungen. Sie kommen freudig, um ihren Anteil an dem punna71der Dhutanga Kammatthana Bhikkhus zu erheischen. Und damit nicht genug, am Nachmittag gibt es noch Fruchtsaftgetränke und Limonaden, Eis, Kakao, Kaffee, Zucker und Bonbons, mehr als man verdrücken kann, und man kann nur noch müßig daliegen und sich von ihnen überschwemmen lassen. Das ist der Grund, warum Dhutanga Bhikkhus außerordentlich reich sind, während allerdings ihre Praxis von bhavana höchst dürftig ist! Sie sind faul und träge gleich einem schwer beladenen Schiff, das jeden Moment zu sinken droht, obwohl es noch nicht einmal den Hafen verlassen hat.
Deshalb ist jemand, der Nibbana zu verwirklichen versucht, ganz außerordentlich achtsam, vorsichtig und strikt mit sich selbst. Er ist nicht übermäßig besorgt darum, was er alles in seinen Mund tun und mit dem Magen verdauen kann, noch schreckt er vor all den verschiedenen Arten von Mühsalen und Strapazen zurück. Er wird schonungslos alle Widerstände und Hindernisse auf seinem Weg des Trainings bekämpfen. Obwohl viele Arten von Speisen und anderen lebensnotwendigen Dingen vorhanden sind, wird er von diesen nur sparsam und mit Zurückhaltung Gebrauch machen.
Enthaltsamkeit gegenüber Schlaf oder Nahrung oder die Aufnahme von nur sehr wenig Nahrung sind einige der Mittel, die den Übenden zu Frieden und Glück führen werden. Jemand, dessen Naturell für die Methode des Fastens geeignet ist, wird feststellen, dass sein Geist, je mehr Zeit seit dem Beginn des Fastens verstrichen ist, allmählich ruhiger, klarer und subtiler wird. Ruhe tritt leichter und viel schneller ein als während der normalen Zeiten ohne Fasten. Wenn man mit panna untersucht, ist der Geist scharf und durchdringend; was auch immer man erforscht, es wird dem Wunsch des Herzens entsprechend scharfsinnig ergründet. Hunger und Müdigkeit, statt eine quälende Plage für Geist und Körper zu sein, sind tatsächlich die reibungslosen und förderlichenMittel für das Training des Übenden während jeder Zeit, wo man fastet oder „sehr wenig isst.“
Wer zu diesen Methoden der Anstrengung neigt, wird sich -inmitten von Überfluss an den vier Bedarfsgegenständen -durch Knappheit und Spärlichkeit stets um ihre Förderung bemühen. Er betrachtet jene nämlich nur als notwendig zur Erhaltung seines Lebens, welche ihm seine tägliche Existenz sichern. Das Wesentliche ist das Dhamma in seinem Herzen. Dies nimmt er jedoch, selbst unter Einsatz seines Lebens, sehr ernst und wird es niemals außer Acht lassen.
Der bhavana Übende, der sich wahrhaftig dem Wesen des Dhamma, Magga, Phala und Nibbana,72 hingibt, wird immer nach Orten Ausschau halten, die dem Training in bhavana förderlich sind, ohne sich um Mühsal und dukkha, die aufgrund von Unzulänglichkeiten und Mängeln entstehen, allzu viele Gedanken zu machen. Sein Herz ist ohne irgendwelche verborgenen unaufrichtigen Motive vollständig dem Dhamma gewidmet, dem Mittel, das ihm hilft, dem dukkha zu entkommen. Alle vier Stellungen des Körpers sind seinen Anstrengungen dienlich – als ob er
69 Versammlungsgebäude 70 heilsame Verdienste 71 Verdienst 72 Auslöschung, Befreiung

ständig eine Audienz bei dem Erhabenen Buddha, Dhamma und Sangha73 hätte. Mit Ausnahme der Schlafenszeit nutzt er all seine Zeit für die schonungslose Eliminierung der kilesas und der verschiedenen Arten von Verstrickungen des Herzens. Es ist, als wolle er alle kilesas gleich hier und jetzt zerstören und