3.a. Kamma (Karma)
Kamma (Pali: wörtl. “Wirken, Tat“), bezeichnet genau genommen, den die Wiedergeburt erzeugenden oder Charakter und Geschick der Wesen beeinflussenden heilsamen und unheilsamen (Kusala-cetana oder Akusala-cetana) sowie die damit verbundenen Geistesfaktoren. Dieser karmische Wille (Kamma-cetana ) äußert sich in körperlichen Taten (Kaya-kamma), in Worten (Vaci-kamma) und bloß in Gedanken (Mano-kamma). Kamma bedeutet also keineswegs das Ergebnis des Wirkens, oder gar das Schicksal von Menschen oder von ganzen Völkern.
“Den Willen ( cetana ), ihr Mönche, bezeichne ich als die Tat (Cetanaham bhikkhave kammam vadami )“.
3.b. Jati (Wiedergeburt)
Nach den Lehren im Buddhismus sind zur Entstehung eines neuen Lebewesens im Mutterleib drei Faktoren erforderlich: das weibliche Ei, der männliche Samenfaden und außerdem noch vor allem, als eigentliche Ursache, der auf den Lebensdurst gestützte, lebensbejahende karmische Willenstrieb des Sterbenden. Auf diese Weise sind die Karmaformation eine Bedingung im Sinne von Karma oder Ursache für das Wiedergeburtsbewußtsein
( patisandhi-citta ) für das im Mutterleib neu entstehende embryonale Lebewesen, sowie für die wehrend seines Lebens auftretenden karmisch-neutralen Bewusstseinszustände.