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Später weilt er nun bei den fünf Gruppen des Anhangens in der Betrachtung ihres Entstehens und Vergehens: 'So ist die Körperlichkeit, so ist die Entstehung der Körperlichkeit, so ist das Ende der Körperlichkeit. So sind Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewusstsein, so ist ihre Entstehung, so ist ihr Ende.'

24. Wenn er so bei den fünf Gruppen des Anhangens in der Betrachtung ihres Entstehens und Vergehens weilt: Jenes geringe, noch nicht beseitigte Maß des Dünkels 'ich bin', des Willens 'ich bin', der Neigung 'ich bin', auch dieses kommt dann zum Schwinden.

25. Wie wenn da, Brüder, ein unreines, fleckiges Gewand ist, und die Eigentümer übergeben es einem Wäscher. Dieser weicht es gleichmäßig ein in salziger Lauge, in ätzender Asche oder mit Kuhmist und spült es dann in klarem Wasser.

26. Obgleich nun dieses Gewand rein und sauber ist, so hat es doch noch einen geringen, noch nicht beseitigten Laugengeruch oder Aschengeruch oder Kuhmistgeruch. Der Wäscher gibt es nun den Eigentümern zurück, und diese legen es in eine dufterfüllte Truhe. Jener geringe, noch nicht beseitigte Laugengeruch oder Aschengeruch oder Kuhmistgeruch, auch dieser kommt dann zum Schwinden (*f180).

27. Ebenso auch, Brüder: Wenn auch einem edlen Jünger die fünf niederen Fesseln zum Schwinden kommen ... (wie 23). Wenn er so bei den fünf Gruppen des Anhangens in der Betrachtung ihres Entstehens und Vergehens weilt: Jenes geringe, noch nicht beseitigte Maß des Dünkels 'ich bin', des Willens 'ich bin', der Neigung 'ich bin': Auch dieses kommt dann zum Schwinden."

28. Nach diesen Worten sprachen die Ordensälteren zum Ehrwürdigen Khemaka: "Nicht haben wir den Ehrwürdigen Khemaka befragt in der Absicht, ihn zu belästigen; vielmehr weil der Ehrwürdige Khemaka fähig ist, die Satzung des Erhabenen in ausführlicher Weise darzulegen, aufzuzeigen, kundzutun, zu begründen, zu eröffnen, zu erklären, zu verdeutlichen.

29. So ist denn nun vom Ehrwürdigen Khemaka die Satzung des Erhabenen in ausführlicher Weise dargelegt, aufgezeigt, kundgetan, begründet, eröffnet, erklärt und verdeutlicht worden."

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30. So hatte der Ehrwürdige Khemaka gesprochen. Beglückt freuten sich jene Ordensälteren über das Wort des Ehrwürdigen Khemaka.

31. Während aber diese Erklärung gesprochen wurde, löste sich bei sechzig der Ordensälteren das Herz ohne Anhaften von den Trieben, und ebenso bei dem Ehrwürdigen Khemaka.

(*f178) so lt. Komm.
(*f179) Subkomm.: 'mit Begehren und Dünkel' (in diesem Falle gewiss schwach und ohne falsche Ansicht).
(*f180) komm.: Das unreine Gewand bedeutet den unreinen Geisteszustand des Weltmenschen. Die drei scharfen Substanzen sind die drei Betrachtungen. Das mit den drei scharfen Substanzen gewaschene Gewand ist der von der dargelegten Lehre durchtränkte Geisteszustand des Anāgāmi (Nichtwiederkehrers). Der geringe Laugengeruch usw. sind die durch den Heiligkeitspfad noch zu vernichtenden Befleckungen. Die dufterfüllte Truhe ist das Wissen des Heiligkeitspfades. Das durch diese dufterfüllte Truhe bewirkte Schwinden des Laugengeruchs usw. ist die Vernichtung der gesamten Befleckungen durch den Heiligkeitspfad.

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Majjhima Nikaya, Mittlere Sammlung
M.38. (IV,8) Mahātanhāsankhaya Sutta, Versiegung des Durstes.

DAS HAB' ICH GEHÖRT. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos. Zu jener Zeit nun hatte ein Mönch Namens Sati, der Sohn eines Fischers, folgende verkehrte Meinung gefaßt: 'Also verstehe ich die vom Erhabenen verkündete Lehre, daß nämlich dieses unser Bewußtsein im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich.' Es kam nun vielen Mönchen zu Ohren, daß ein Mönch Namens Sati, der Sohn eines Fischers, diese verkehrte Meinung gefaßt habe. Da begaben sich nun jene Mönche dorthin, wo sich Sati der Mönch, der Fischersohn, aufhielt, und sprachen hierauf also zu ihm:
"Ist es wahr, wie man sagt, Bruder Sati, du habest diese verkehrte Meinung gefaßt: 'Also verstehe ich die vom Erhabenen verkündete Lehre, daß nämlich dieses unser Bewußtsein im Kreislauf des Wandelseins beharre, unveränderlich'?"
"So ist es, ihr Brüder, allerdings fasse ich die vom Erhabenen verkündete Lehre dahin auf, daß es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich."
Da nun wollten jene Mönche Sati den Mönch, den Sohn eines Fischers, von seiner verkehrten Meinung abbringen, wandten sich zu ihm, sprachen zu ihm, belehrten ihn: "Nicht also rede, Bruder Sati, den Erhabenen verbessere nicht, nicht ist es gut den Erhabenen verbessern, nicht kann der Erhabene solches gesagt haben. Auf mannigfaltige Weise, Bruder Sati, wurde die bedingte Natur des Bewußtseins vom Erhabenen erklärt: 'Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewußtsein.'"
Sati der Mönch aber, der Sohn eines Fischers, obzwar von jenen Mönchen also angegangen, angesprochen und belehrt, hielt an dieser seiner verkehrten Meinung zähe fest: "Ich, fürwahr, ihr Brüder, fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, daß es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich."
Als nun jene Mönche Sati den Mönch, den Sohn eines Fischers, von dieser verkehrten Meinung nicht abbringen konnten, begaben sie sich dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprachen jene Mönche zum Erhabenen also:
"Ein Mönch namens Sati, o Herr, der Sohn eines Fischers, hat folgende verkehrte Meinung gefaßt: 'Also verstehe ich die vom Erhabenen verkündete Lehre, daß nämlich dieses unser Bewußtsein im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich.' Hiervon erhielten wir Kunde, o Herr, begaben uns zu Sati und fragten ihn, ob das Gerücht wahr sei.

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Auf unsere Frage, o Herr, erwiderte uns Sati der Mönch, der Fischersohn: 'So ist es, ihr Brüder, allerdings fasse ich die vom Erhabenen verkündete Lehre dahin auf, daß es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich.' Da nun wollten wir, o Herr, Sati den Mönch, den Sohn eines Fischers, von seiner verkehrten Meinung abbringen, wandten uns zu ihm, sprachen zu ihm, belehrten ihn: Nicht also rede, Bruder Sati, den Erhabenen verbessere nicht, nicht ist es gut den Erhabenen verbessern, nicht kann der Erhabene solches gesagt haben.
Auf mannigfaltige Weise, Bruder Sati, wurde die bedingte Natur des Bewußtseins vom Erhabenen erklärt: 'Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewußtsein.' Obzwar nun, o Herr, solcherart von uns angegangen, angesprochen und belehrt, hielt Sati der Mönch, der Sohn eines Fischers, an dieser seiner verkehrten Meinung zähe fest: 'Ich aber, Brüder, fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, daß es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich.' Da wir nun, o Herr, Sati dem Mönch, den Sohn eines Fischers, von dieser verkehrten Meinung nicht abbringen konnten, beschlossen wir, die Sache dem Erhabenen vorzutragen."
Da nun wandte sich der Erhabene an einen der Mönche:
"Gehe, o Mönch, und sage in meinem Namen Sati dem Mönche, dem Sohn eines Fischers: der Meister ruft dich, Bruder Sati."
"Wohl, o Herr!" erwiderte jener Mönch, dem Erhabenen gehorchend, begab sich dorthin, wo Sati der Mönch, der Fischersohn, weilte, und sprach hierauf also zu ihm:
"Der Meister ruft dich, Bruder Sati."
"Gut, o Bruder, ich komme!" erwiderte Sati der Mönch, der Fischersohn, jenem Mönche, begab sich dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprach zu Sati dem Mönche, dem Sohn eines Fischers, der Erhabene also:
"Ist es wahr, wie man sagt, Sati, du habest diese verkehrte Meinung gefaßt: 'Also verstehe ich die vom Erhabenen verkündete Lehre, daß nämlich, dieses unser Bewußtsein im Kreislauf des Wandelseins beharre, unveränderlich'?"
"So ist es allerdings, o Herr: ich fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, daß es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich."
"Was ist das für ein Bewußtsein, Sati?"
"Was da wieder als selbes, sag' ich, o Herr, da und dort den Lohn guter und böser Werke genießt."
"Von wem hast du denn, du betörter Mann, gehört, daß ich eine solche Lehre verkündet hätte? Habe ich nicht, o Tor, auf mannigfaltige Weise die bedingte Natur des Bewußtseins erklärt:

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'Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewußtsein'?
Aber mißverständigen Sinnes, o Tor, willst du uns verbessern und gräbst dir selbst das Grab und schaffst dir schwere Schuld. Das wird dir, o Tor, lange zum Unheil, zum Leiden gereichen."
Und der Erhabene wandte sich an die Mönche:
"Was meinet ihr wohl, Mönche? Hat dieser Mönch Sati, der Fischersohn, in unserer Heilsordnung nicht etwa Brand gestiftet?"
"Wie wäre das möglich, o Herr, nein, wahrlich nicht, o Herr!"
Auf diese Worte setzte sich Sati der Mönch, der Sohn eines Fischers, verstummt und verstört, gebeugten Rumpfes, gesenkten Hauptes, das Antlitz von brennender Röte übergossen, wortlos nieder. Als nun der Erhabene sah, wie Sati der Mönch, der Sohn eines Fischers, verstummt und verstört dasaß, gebeugten Rumpfes, gesenkten Hauptes, das Antlitz von brennender Röte übergossen, wortlos, sprach er also zu ihm: "Dies wird sich als deine eigene verkehrte Meinung erweisen, o du Betörter; ich werde nun die Mönche befragen."
Und der Erhabene wandte sich an die Mönche:
"Versteht auch ihr, meine Mönche, die verkündete Lehre also, wie dieser Mönch Sati, der Fischersohn, der mißverständigen Sinnes uns verbessert und sich selbst das Grab gräbt und schwere Schuld schafft?"
"Nicht so, o Herr! Auf mannigfaltige Weise hat uns ja, o Herr, der Erhabene die bedingte Natur des Bewußtseins erklärt: 'Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewußtsein.'"
"Wohl, ihr Mönche, wohl, daß ihr, meine Mönche, die verkündete Lehre also verstehet. Freilich habe ich euch, ihr Mönche, auf mannigfaltige Weise die bedingte Natur des Bewußtseins erklärt: 'Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewußtsein.' Aber dieser Mönch Sati, der Sohn eines Fischers, will uns mißverständigen Sinnes verbessern und gräbt sich selbst das Grab und schafft sich schwere Schuld. Das wird diesem betörten Manne lange zum Unheil, zum Leiden gereichen.
"Aus was für einem Grunde, ihr Mönche, Bewußtsein entsteht, gerade durch diesen und nur durch diesen kommt es zustande.
Durch das Gesicht und die Formen entsteht Bewußtsein: gerade 'Sehbewußtsein' kommt da zu stande.
Durch das Gehör und die Töne entsteht Bewußtsein: gerade 'Hörbewußtsein' kommt da zustande.
Durch den Geruch und die Düfte entsteht Bewußtsein: gerade 'Riechbewußtsein' kommt da zustande.