-21-
Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich keine bösen Taten, es gibt keine Ernte schlechter Handlungen', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er aber dann sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also übel gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten ist, in himmlische Welt', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich günstige Taten, es gibt eine Ernte guter Handlungen', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten ist, in himmlische Welt', so gesteh' ich ihm auch das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich keine günstigen Taten, es gibt keine Ernte guter Handlungen', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er aber dann sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
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Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich keine bösen Taten, es gibt keine Ernte schlechter Handlungen', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er aber dann sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also übel gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten ist, in himmlische Welt', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich günstige Taten, es gibt eine Ernte guter Handlungen', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte geraten ist, in himmlische Welt', so gesteh' ich ihm auch das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
"Hat da nun, Anando, ein Asket oder ein Priester gesagt: 'Es gibt ja wahrlich keine günstigen Taten, es gibt keine Ernte guter Handlungen', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er aber dann sagt: 'Hab' ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts geraten ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt', so gesteh' ich ihm das zu. Wenn er aber dann sagt: 'Wer da wahrlich also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab', so gesteh' ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: 'Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntnis', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: 'Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes', so gesteh' ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntnis, Anando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.
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Majjhima Nikaya, Mittlere Sammlung
19. (II,9) Dvedhāvitakka Sutta, Zweierlei Erwägungen
DAS HAB' ICH GEHÖRT. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Erlauchter!" antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:
"Früher, ihr Mönche, noch vor der vollen Erwachung, kam mir, dem unvollkommen Erwachten, Erwachung erst Erringenden, dieser Gedanke: 'Wie, wenn ich nun die Erwägungen nach der einen und nach der anderen Seite sonderte?' Und ich sonderte nun, ihr Mönche, die Erwägungen des Begehrens, Schadens und Wütens nach der einen Seite, und sonderte die Erwägungen des Entsagens, Nichtschadens, Nichtwütens nach der anderen Seite. Als mir nun, Mönche, bei diesem ernsten, eifrigen, heißen Mühen eine Erwägung des Begehrens aufstieg, sagte ich mir: 'Aufgestiegen ist mir da diese Erwägung des Begehrens; und sie führt zu eigener Beschränkung und führt zu fremder Beschränkung, sie führt zu beider Beschränkung, rodet die Weisheit aus, bringt Verstörung mit sich, führt nicht zur Wahnerlöschung, führt zu eigener Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Führt zu fremder Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Führt zu beider Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Rodet die Weisheit aus, bringt Verstörung mit sich, führt nicht zur Wahnerlöschung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. Und so oft nun, ihr Mönche, eine Erwägung des Begehrens in mir aufstieg, da verleugnete, vertrieb, vertilgte ich sie eben.
"Als mir nun, Mönche, bei diesem ernsten, eifrigen, heißen Mühen eine Erwägung des Schadens, eine Erwägung des Wütens aufstieg, sagte ich mir: 'Aufgestiegen ist mir da diese Erwägung des Schadens, diese Erwägung des Wütens; und sie führt zu eigener Beschränkung und führt zu fremder Beschränkung, sie führt zu beider Beschränkung, rodet die Weisheit aus, bringt Verstörung mit sich, führt nicht zur Wahnerlöschung, führt zu eigener Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Führt zu fremder Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Führt zu beider Beschränkung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. 'Rodet die Weisheit aus, bringt Verstörung mit sich, führt nicht zur Wahnerlöschung': da ich also sann, ihr Mönche, löste sie sich auf. Und so oft nun, ihr Mönche, eine Erwägung des Schadens, eine Erwägung des Wütens in mir aufstieg, da verleugnete, vertrieb, vertilgte ich sie eben.
"Was da, ihr Mönche, ein Mönch lange erwägt und überlegt, dahin neigt sich der Sinn. Wenn der Mönch, ihr Mönche, eine Erwägung des Begehrens lange erwägt und überlegt, so hat er die Erwägung des Entsagens verleugnet, die Erwägung des Begehrens großgezogen, und sein Herz neigt sich zur Erwägung des Begehrens. Wenn der Mönch, ihr Mönche, eine Erwägung des Schadens, eine Erwägung des Wütens lange erwägt und überlegt, so hat er die Erwägung des Nichtschadens, die Erwägung des Nichtwütens verleugnet, die Erwägung des Schadens, die Erwägung des Wütens großgezogen, und sein Herz neigt sich zur Erwägung des Schadens, zur Erwägung des Wütens.
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"Gleichwie etwa, ihr Mönch, ein Rinderhirt im letzten Monat der Regenzeit, im Herbste, wenn die Ernte eingebracht ist, seine Herde sammelt, die Rinder von da und von dort herantreibt, herzutreibt und in die Hürden und Ställe bringt, und warum das? Weil ja sonst, ihr Mönche, der Hirt gewissen Verlust oder Nachteil, Unglück oder Unbill gewärtigen müßte: ebenso nun auch, ihr Mönche, merkte ich da des Schlechten Elend, Erbärmlichkeit und Besudelung und des Guten heilsamen Einfluß in der Entsagung.
"Als mir nun, Mönche, bei diesem ernsten, eifrigen, heißen Mühen eine Erwägung des Entsagens aufstieg, sagte ich mir: 'Aufgestiegen ist mir da diese Erwägung des Entsagens; und sie führt wahrlich nicht zu eigener Beschränkung, nicht zu fremder Beschränkung, führt zu keines Beschränkung, fördert die Weisheit, bringt keine Verstörung mit sich, führt zur Wahnerlöschung. Ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Nacht erwäge und überlege, ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Tag erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden: ob ich sie gleich, ihr Mönche, Tag und Nacht erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden. Aber gäbe ich mich dem Erwägen und Überlegen zu lange hin, so würde mein Körper ermüden, bei müdem Körper das Herz matt werden, und das matte Herz ist fern von der Selbstvertiefung.' Da faßte ich denn, ihr Mönche, mein Herz innig zusammen, beruhigte es, einigte es, festigte es, und warum das ? Damit mein Herz nicht matt werde.
"Als mir nun, ihr Mönche, bei diesem ernsten, eifrigen, heißen Mühn eine Erwägung des Nichtschadens, eine Erwägung des Nichtwütens aufstieg, sagte ich mir: 'Aufgestiegen ist mir da diese Erwägung des Nichtschadens, diese Erwägung des Nichtwütens; und sie führt wahrlich nicht zu eigener Beschränkung, nicht zu fremder Beschränkung, führt zu keines Beschränkung, fördert die Weisheit, bringt keine Verstörung mit sich, führt zur Wahnerlöschung. Ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Nacht erwäge und überlege, ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Tag erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden: ob ich sie gleich, ihr Mönche, Tag und Nacht erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden. Aber gäbe ich mich dem Erwägen und Überlegen zu lange hin, so würde mein Körper ermüden, bei müdem Körper das Herz matt werden, und das matte Herz ist fern von der Selbstvertiefung.' Da faßte ich denn, ihr Mönche, mein Herz innig zusammen, beruhigte es, einigte es, festigte es, und warum das? Damit mein Herz nicht matt werde.
"Was da, ihr Mönche, ein Mönch lange erwägt und überlegt, dahin neigt sich der Sinn. Wenn der Mönch, ihr Mönche, eine Erwägung des Entsagens lange erwägt und überlegt, so hat er die Erwägung des Begehrens verleugnet, die Erwägung des Entsagens großgezogen, und sein Herz neigt sich zur Erwägung des Entsagens. Wenn der Mönch, ihr Mönche, eine Erwägung des Nichtschadens, eine Erwägung des Nichtwütens lange erwägt und überlegt, so hat er die Erwägung des Schadens, die Erwägung des Wütens verleugnet, die Erwägung des Nichtschadens, die Erwägung des Nichtwütens großgezogen, und sein Herz neigt sich zur Erwägung des Nichtschadens, zur Erwägung des Nichtwütens.
"Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Rinderhirt im letzten Monat des Sommers, wenn das Korn auf den Feldern ringsum in voller Reife steht, seine Herde hüten und im Walde wie auf der Wiese wohl achthaben muß: 'Die Rinder sind da': ebenso nun auch, ihr Mönche, mußte ich da wohl achthaben: 'Die Dinge sind da.'
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"Gestählt war aber, ihr Mönche, meine Willenskraft, unbeugsam, gewärtig die Achtsamkeit, unverrückbar, beruhigt der Körper, ohne Regung, vertieft das Gemüt, einig. Und ich weilte nun, ihr Mönche, gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen, in sinnend erwägender ruhegeborener seliger Heiterkeit, in der Weihe der ersten Schauung.
Nach Vollendung des Sinnens und Erwägens erwirkte ich innere Meeresstille, Einheit des Gemütes, sinnens und erwägens freie, in Einigung geborene selige Heiterkeit, die Weihe der zweiten Schauung.
In heiterer Ruhe weilte ich gleichmütig, einsichtig, klar bewußt, ein Glück empfand ich im Körper, von dem die Heiligen sagen: 'Der gleichmütig Einsichtige lebt beglückt'; so erwirkte ich die Weihe der dritten Schauung.
Nach Verwerfung der Freuden und Leiden, nach Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns erwirkte ich die Weihe der leidlosen, freudlosen, gleichmütig einsichtigen vollkommenen Reine, die vierte Schauung.
"Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtete ich das Gemüt auf die erinnernde Erkenntnis früherer Daseinsformen. Ich erinnerte mich an manche verschiedene frühere Daseinsform, als wie an ein Leben, dann an zwei Leben, dann an drei Leben, dann an vier Leben, dann an fünf Leben, dann an zehn Leben, dann an zwanzig Leben, dann an dreißig Leben, dann an vierzig Leben, dann an fünfzig Leben, dann an hundert Leben, dann an tausend Leben, dann an hunderttausend Leben, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehung, dann an die Zeiten während mancher Weltenvergehungen, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen - Weltenvergehungen. 'Dort war ich, jenen Namen hatte ich, jener Familie gehörte ich an, das war mein Stand, das mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende; dort verschieden trat ich anderswo wieder ins Dasein: da war ich nun, diesen Namen hatte ich, dieser Familie gehörte ich an, dies war mein Stand, dies mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende; da verschieden trat ich hier wieder ins Dasein.' So erinnerte ich mich mancher verschiedenen früheren Daseinsform, mit je den eigentümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen. Dieses Wissen, ihr Mönche, hatte ich da in den ersten Stunden der Nacht als erstes errungen, das Nichtwissen zerteilt, das Wissen gewonnen, das Dunkel zerteilt, das Licht gewonnen, als ich in so ernstem, eifrigem, heißem Mühn verweilte.
"Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtete ich das Gemüt auf die Erkenntnis des Verschwindens - Erscheinens der Wesen. Mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Grenzen hinausreichenden, sah ich die Wesen dahinschwinden und wiedererscheinen, gemeine und edle, schöne und unschöne, glückliche und unglückliche, ich erkannte wie die Wesen je nach den Taten wiederkehren